Seitennavigation |
Am 07.12. hatte das Maria-Martha-Stift Besuch...aus dem Kindergarten St. Stephan. Kleine Nikoläuse zogen über die Stationen, sangen in den Wohngruppen sowie im großen Speisesaal Weihnachtslieder und verteilten mit Leckereien gefüllte Säckchen an die Bewohnerinnen und Bewohner. Sowohl die kleinen als auch die großen Menschen hatten ihre Freude daran. Klangschalen beflügeln Geist im Altersheim ...Lindauer Zeitung 26.08.2009 - Im Maria-Martha-Stift haben drei Mitarbeiterinnen die Geheimnisse der Klangschalen entdeckt und schlagen bei dementen Bewohnern sanfte Töne an. Manchmal genügt nur einer, um den Geist in positive Schwingung zu versetzen: Dieses Prinzip macht sich die Klangmassage zunutze. Mit erstaunlicher Resonanz. >>öffnen
Befragung der Hausärzte......zur Pflegequalität im Maria-Martha-Stift im Juni 2009 >> öffnen
Die Gitarre und das Altenheim
Da sitzen sie also, die zehn Damen, in den Händen jeweils eine Gitarre, in den Gesichtern große Fragezeichen. Denn das Instrument ist für das Pflegepersonal fast durchweg vollkommen neu. Die Frauen sind angetreten, um das Gitarrenspiel zu erlernen. Die Leiterin des Altenheims erklärt, was dieser Ausflug in die Musikalität bezwecken soll: „Zum einen ist es privat schön, Lieder mit der Gitarre begleiten zu können. Dieses Kursangebot soll die Mitarbeiter außerdem fester zusammenschweißen und motivieren“, erklärt Anke Franke. Darüber hinaus sollen natürlich auch die alten Menschen im Haus etwas davon haben: „Denn bei uns wird viel gesungen“, sagt Anke Franke. Mit der Gitarre in der Hand klingen die Lieblingslieder der Heimbewohner gleich noch ein Stück schöner. Daher wird es in Zukunft auf jedem Stockwerk eine Gitarre geben, derer sich die Mitarbeiterinnen so oft wie nur möglich bedienen sollen. Doch bis es soweit ist, dass die Gitarre in den Händen der Anfänger einen gewissen Wohlklang erzeugt, dauert es noch ein bisschen. „Aber gar nicht lange“, versichert Sivlia Gächter, die als Lehrerin des „Easy-Guitar-Kurses“ vor den zehn Damen steht und erklärt, wie die sechs Saiten auf dem Instrument heißen. Noten muss dazu niemand können – und so dauert es gar nicht lange, bis die Damen angestrengt ihren ersten Akkord auf dem Instrument einüben. Das sieht zwar bei den meisten ein wenig verkrampft aus, aber ein paar Minuten später schallt D-Dur kraftvoll durch den Raum. Aber auch Kommentare wie „D tut weh“ oder „A macht Aua“, als es um den zweiten Griff auf der Gitarre geht. Aller Anfang ist schwer – doch die Anstrengung hat sich gelohnt. Denn am Ende der Stunde spielen die zehn Frauen schon munter auf. Das Lied „Bruder Jakob“ sitzt bereits und auch die Heimhymne „Maria Martha“ entfaltet einen beachtlichen Wohlklang. Die anfangs skeptischen Gesichter sind verschwunden. Jetzt dominiert das Lachen aus Freude an der Musik. Wenn die Damen zu Hause so eifrig weiterüben, dann werden sie sich am Ende der acht Unterrichtseinheiten in passable Gitarristinnen verwandelt haben und den Alltag im Maria-Martha-Stift musikalisch aufwerten. Frei nach dem Motto „Wo man Gitarre spielt, da lass dich ruhig nieder...“
|